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Erst wenn's fehlt, fällt's auf

Kampagne #missingtype - Jede Generation braucht ihre Blutspender

06.06.2023
Markus Baulke

Die Blutspende in Deutschland steht, wie auch andere gesellschaftliche Bereiche, vor der großen Herausforderung des demografischen Wandels. Allein die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) verlieren in den nächsten Jahren 275.000 Spenderinnen und Spender aus der spendestarken Babyboomer-Generation.

Die altersbedingte Konsequenz: Aus Spendern werden Empfänger, dadurch steigt der Bedarf an Blutpräparaten. Dies bedeutet, dass es dringend mehr Menschen benötigt, die zum ersten Mal Blut spenden und dann sprichwörtlich am Ball bleiben. Jede Generation braucht ihren eigenen großen Spenderstamm, um das solidarische Versorgungssystem aufrechtzuerhalten. Jetzt ist die Zeit für einen Generationswechsel gekommen!

 

DRK-Blutspendedienste mit bundesweiter Kampagne

Um auf diese enorme Herausforderung aufmerksam zu machen und neue Spenderinnen und Spender zu gewinnen, rufen die DRK-Blutspendedienste im Rahmen ihrer Kampagne #missingtype - erst wenn’s fehlt, fällt‘s auf zur Blutspende auf.

Als Botschafterinnen und Botschafter nutzen Motsi Mabuse, Laura Wontorra sowie Mats Hummels ihre Stimme, um noch mehr Menschen für ein kontinuierliches Blutspende-Engagement zu begeistern. Der Fußball-Weltmeister setzt sich bereits seit mehreren Jahren für die Blutspende ein. 

Ausgehend von einer 5-Tage-Woche werden in Deutschland täglich ca. 15.000 Blutspendende benötigt, um das Gesundheitssystem mit unverzichtbaren Blutpräparaten sicher versorgen zu können. Die DRK-Blutspendedienste tragen durch ihre Arbeit 75 % des benötigten Aufkommens - allein das DRK muss daher täglich rund 11.000 Menschen zu einer Blutspende bewegen. Ein Wert, den es nach einhelliger Einschätzung von Fachleuten, für die Zukunft zu steigern gilt. 

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Markus Baulke
Markus Baulke
DRK-Blutspendedienst NSTOB
Pressesprecher

Kommentare

Heino Müller

12.06.2023, 10:32 Uhr

Ich bezweifle, ob die drei den Spenderrückgang aufhalten können. Aber vielleicht hilft es ja ein bisschen. Hauptsache das DRK hat diesmal beim Weltblutspendetag in Bremen genügend Blutbeutel dabei und schickt nicht Spender mit Termin wieder weg.

Denise Seeber

12.06.2023, 16:11 Uhr

Vielleicht könnte man Berufsschulen bzw. Gymnasien (Fördervereine) und andere Vereine mit guten Aktionen besser ansprechen und dadurch langfristig einen neuen Spenderstamm aufbauen. Dafür müsste man aber ggf. auch finanzielle Anreize schaffen, denn die meisten Vereine benötigen finanzielle Mittel.

Hallo Denise, danke für deine Ideen. In vielen berufsbildenden Schulen finden bereits Blutspenden statt. Wenn du konkret eine Blutspende vorschlagen willst, findest du hier deinen Ansprechpartner in der Region: https://www.blutspende-leben.de/partner/ansprechpartner-ehrenamt

Letztes J_hr g__ es _ls Mutspender-_ktion ein __detuch. Gi_t es dieses J_hr nichts? Keine Ehrenn_deln mehr, keine Mutspender-_ktion mehr, Im_iss teilweise noch wie zu Coron_-Zeiten, l_nge W_rtezeiten usw. Wenn wir Spender fehlen, fällt´s auf. Wem fällt _uf w_rum d_s so ist? Tolle _ktion. Jetzt kommen 275.___ neue Spender durch diese _kion?
@_lutspendedienst: _itte gen_uso _ntworten!

H_ll_ R_land. Vielen D_nk für deine N_chricht. Es wird weiterhin regelm_ßig _ktionen ge_en, _ei denen unsere Spenderinnen und Spender eine _ufmerks_mkeit _ekommen. Mit der K_mp_gne m_chten wir zun_chst _ufmerks_mkeit für die _lutspende sch_ffen. Weil d_s __er nicht _usreicht, _r_eiten wir st_ndig d_r_n, unseren Spenderinnen und Spendern den _esuch _ei der _lutspende _ngenehmer zu m_chen. Lie_en D_nk für deinen Eins_tz als _lutspender und viele Grüße!

Manuela Fiedler

21.06.2023, 09:09 Uhr

Ich weiß nicht ob es etwas bringt, wenn Promis sich für so eine Aktion fotografieren lassen. Vielleicht wäre es glaubwürdiger, wenn man sehen würde, dass diese Leute selbst Spender sind. Nur ernst in die Kamera blicken kann jeder.

Hi Manuela, danke für deine Anmerkung. Bei unserer Missingtype-Kampagne geht es uns primär darum, eine breite Öffentlichkeit über die Notwendigkeit der Blutspende zu informieren und das Thema bekannter zu machen. Wir hoffen, dass wir so einige Menschen für die Blutspende gewinnen können. Eine Sensibilisierung ist uns hier besonders wichtig, unabhängig davon, ob jemand selbst spenden kann oder nicht. Wir denken, dass der Einsatz für die Blutspende auf viele verschiedene Arten stattfinden kann und sind dankbar, dass es sich immer wieder bekannte Persönlichkeiten zur Aufgabe machen, im Rahmen von Missingtype für die Blutspende zu werben. Liebe Grüße

Gibt es dazu auch Aufkleber o.ä. für das Auto?
Ansonsten ist die Kampagne super.
Man muss halt immer wieder präsent sein,um viele Menschen zu erreichen.
Und da ist jeder Prominente richtig.

Böhm Siegfried

05.07.2023, 14:33 Uhr

Für Gesunde muß die Altersbeschränkung sofort abgeschafft werden! Dann gibt es auch mehr Spender 👍

Nie die Rede davon das keine Ehrungen mehr für Spender, Imbiss teilweise noch wie bei Corona und immer weniger Termineangebote. Das fehlt! Aber fällt nich auf... Solidaritat bitte in beide Richtungen!!!

Hallo Jens, vielen Dank für deinen Kommentar. Der Imbiss sollte auf allen Terminen wieder in vollem Umfang angeboten werden und auch die Ehrung der Spender zu den Jubiläumsspenden erfolgt wie gewohnt. Wenn du andere Erfahrungen gemacht hast, bitten wir dich, dich bei unserer Servicehotline zu melden, damit wir das prüfen und dir ggf. eine Spenderehrung zuschicken können sowie deinem Hinweis zum fehlenden Imbiss nachgehen können. Du erreichst uns unter 0800 11 949 11. Vielen Dank für deinen Einsatz und Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten!

Ich habe Hotline angerufen, die haben gesagt macht alles DRK vor Ort. DRK vor Ort sagt macht Blutspendedienst. Brauche nichts zuschicken oder prüfen. Aber bitte künftig besser und überall gleich nicht anders so ist besser Anreiz für Spender. Hinterher ist zu spät. Vorher machen!

Ah. Noch eine Frage: Was heißt "sollte"? Heißt ja oder nein? Unverbindlich. Bitte besser.

Hallo Jens, der Imbiss und auch die Ehrungen werden von den Partnerorganisationen vor Ort durchgeführt. Allerdings geben wir hier einige Richtlinien vor, um eine vergleichbare Qualität bei allen Spendeterminen zu erreichen. Wenn du auf einem Termin keinen Imbiss angeboten bekommen hast, setzen wir uns mit der zuständigen Partnerorganisation in Verbindung. Gleiches bei der Ehrung. Es kann immer mal passieren, dass eine Ehrung vor Ort übersehen wird. Dann bitten wir um einen Anruf, damit der Spender eine Ehrung von uns bekommen kann.

Lieber kümmern, dass DRK vor Ort Richtlinien richtig machen. Deshalb heißt ja so ;-) Wenn bei nächster Spende keine Richtlinien rufe ich an. Versprochen Laura! :-)

Joachim Wenzel

07.07.2023, 15:22 Uhr

Hallo Frau Pagel,

Ich muss dem Blutspendekameraden Jens Peter Recht geben.

ich bin seit über 40 Jahren Blutspender in Niedersachsen und bin mit dem Grundsatz "unentgeltlich und freiwillig" gestartet.
Bis zur 50. Spende gab es bei Jubiläen immer eine Anerkennung, eine Flasche Rotkäppchen-Sekt
(Preis im Supermarkt ca. EUR 4). Ich habe das immer als kleine Ehrung angesehen.
Zum 75. gab es vor Ort beim Blutspenden ein Piccolofläschchen, na ja.
Zum 100. gab es am Tresen eine Tafel Schokolade zum Preis von einem 1 EURO.
Dieses Geschenk sehe ich allerdings als echte Frechheit an. Dieses ist keine Anerkennung, sondern
eine Abwertung des Spenders, der regelmäßig zum DRK erscheint. Der Funktionär, der sich so etwas ausdenkt,
hat sich schon ganz weit von seinen Kunden entfernt und das bei Engpässen bei der Blutkonservenversorgung.
Deshalb lief es beim 125. Mal besser, da gab es nämlich gar nichts.

Bei meinem Blutspendedienst gibt es seit Corona bis heute keinen Imbiss nach der Spende,
dafür einen Gutschein für den Bäcker in Höhe von EUR 5, davon kann ich mir immerhin ein Brot leisten.

Beim Jubiläum wird mir vom Landesverband immer deutlich gemacht, dass ich noch nicht vollständig zur Karteileiche geworden bin, denn ich erhalte immer den Standardbrief
wie zu jedem Jubiläum, nur die Anzahl der Blutspenden wird ausgetauscht. Einfach, bequem, desinteressiert.

Nur die oft erwähnte "kleine Anerkennung" habe ich vom Landesverband noch nie erhalten.
Dieses geht auch anderen so. Beim letzten Blutspendetermin konnte ich ein Gespräch des vor
mir am Tresen stehenden Spenders "belauschen", der fragte ob es denn bei Jubiläen nichts mehr gäbe.
Antwort der Damen am Empfang: "Das sollte aber vom Landesverband kommen". Tut es aber nicht.

Beim immer näher rückenden 150. Jubiläum wird es nicht anders sein.

Ich kann auch ohne "kleines Geschenk" auskommen, dann sollte aber nicht so getan werden als gäbe es eines,
sondern ausschließlich auf den Einsatz und die Verantwortung des freiwilligen Spenders gesetzt werden.

Joachim Wenzel

@Joachim: Solange Blutspendedienst und DRK an jahrzehntealte Strukturen festhalten, wird sich daran auch nichts ändern. Am Ende geht es nur um unser Blut und um Geld. Die machen das alles nicht aus reiner Mildtätigkeit. An den Kosten kann das Reduzieren der Ehrungen und Verpflegung daher nicht liegen. Man gibt das Geld lieber für Kampagnen mit Promis aus, die nie einen Blutspendetermin besucht haben. So will man neue und junge Spender werben, während immer mehr Stammspender weglaufen. Aber was wissen wir Spender schon...

Letztes Jahr gab es noch Specials wie Mutspende-Aktion, Badetücher, Antikörperbestimmung, neue Heldenpötte usw. Dieses Jahr bis jetzt nichts. Klares Desinteresse, um obigen Beitrag zu zitieren. Bei Ehrungen muss man inzwischen vor Ort daran erinnern, dass man geehrt werden möchte. Imbiss meist nur da gut, wo es NICHT Ortsvereine des DRK organisieren, sondern andere Partner. Sehr bedauerlich diese Entwicklung. In Springe macht man sich zwar sicher viele, aber nicht zielführende Gedanken um uns.

Die Heldenpötte können sie behalten, früher gab es noch eine schöne Ehrennadel und ein Präsentkorb bei 50 spenden, heute einen blöden Becher…,

Mir ist aufgefallen was fehlt: Keine Spendetermine am Wochenende. Da haben die Leute doch am meisten Zeit als in der Woche zwischen 16 und 19 Uhr. Und dann auch da hingehen, wo viele Menschen sind: Volksfeste, Bundesliga, Wochenmarkt usw. Und dann mal ein paar studentische Hilfskräfte anheuern die alle Spender anrufen die nicht mehr zum Spenden kommen, diese motivieren wiederzukommen und auch abfragen, warum sie nicht mehr kommen. Und dann analysieren! Benefits anbieten: Badetuch war ja schon mal was. Gewinne verlosen, Bonussystem einführen usw. das ist doch alles nicht schwer. Ich sehe die Kampagne auch kritisch. Eine reine PR-Aktion, mit der man sich selbst auf die Schulter klopft und weder kurz-, noch langfristig die nicht abgearbeiteten Probleme löst. Viel Glück! Ihr könnt das!

Das Streichen der Ehrenadel war für mich das größte Versagen der Führung. Becher habe ich genug im Schrank! Die treusten Spender, Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, haben diese mit stolz getragen.

Ulrich Gövert

12.02.2024, 20:33 Uhr

Hallo zusammen,
ich habe mir gerade einfach einmal die Zeit genommen, die DRK-Seiten aufzurufen und bin dabei auch auf diese Seite gekommen. Bin doch etwas irritiert über all die vielen negativen Anmerkungen - kann aber das ein oder andere bestätigen. Bei meiner 175. Vollblutspende habe ich erst bei meiner etwas verwundert vorgetragenen Frage solch eine Ehrennadel erhalten. Nun bin ich 73 Jahre und da die unsägliche Altersgrenze endlich aufgehoben ist konnte ich im November 2023 wieder spenden. Bin top-fitt und habe kürzlich meine 197. Vollblutspende geleistet. Wenn ich gesund bleibe werde ich wohl im Herbst 2024 meine 200. Vollblutspende abgeben. Da bin ich ja mal gespannt, ob mir für dieses sicherlich nicht ganz alltägliche Spendejubiläum eine entsprechende Ehrennadel bzw. eine Ehrung zu Teil wird. Gleichwohl möchte ich aber unmissverständlich klarstellen, dass ich in 55 Jahren weder für einen tollen Imbiss noch für eine Ehrung zur freiwilligen Blutspende gegangen bin. Das habe ich gerne und da ich immer gesund war auch aus Solidarität zu unseren (erkrankten und somit bedürftigen) Mitmenschen gemacht. Daneben habe ich eine Blutspende immer sehr gut vertragen und sie hat mir durchaus gut getan - und sie war durchaus ein Gesundheitscheck.
Also ein Appell an alle - geht zur Blutspende, ohne Spenderblut geht es noch nicht in unserem Gesundheitswesen.
Viele Grüße aus Eggermühlen
Ulrich Gövert


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