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Blutkonserven

PEI, RKI und BZgA rufen zur Blutspende auf

19.03.2020
Laura Pagel

Gestern (18.03.20) riefen das Paul-Ehrlich-Institut, das Robert-Koch-Institut sowie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Blutspende auf. Sie erklärten, Blutspenden seinen unverzichtbar, um die Behandlung von Patienten mit lebenswichtigen Blutpräparaten sicherzustellen. Zudem betonten sie, es bestehe durch die geltenden Hygienestandards auf den Blutspendeterminen kein erhöhtes Risiko für Spenderinnen und Spender:

Im Kontext der Verbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) sind in den vergangenen Wochen Blut- und Plasmaspenden zurückgegangen. Für die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Bluttransfusionen und Arzneimitteln, die aus Blutspenden hergestellt werden, ist es sehr wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger weiterhin Blut spenden.

Um die Verbreitung von SARS-Coronavirus-2 einzudämmen wurden deutschlandweit einschneidende Maßnahmen zur Reduzierung von sozialen Kontakten eingeführt, Blutspenden gehören jedoch zu den vulnerablen Bereichen in der Gesundheitsversorgung und müssen mit entsprechenden Vorkehrungen trotz der beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie weiter fortgesetzt werden.

Daher können und sollen alle, die sich gesund und fit fühlen, weiter zur Blut- oder Plasmaspende gehen. Das medizinische Fachpersonal vor Ort überprüft routinemäßig den Gesundheitszustand der Spenderinnen und Spender. Dies schließt unter anderem das Messen der Körpertemperatur und eine infektionsbezogene Befragung ein. Personen, die Anzeichen einer Infektion zeigen, dürfen zu diesem Zeitpunkt nicht Blut spenden. Die übrigen Spenderauswahlkriterien, die in der Hämotherapierichtlinie zur Infektionssicherheit von Blut festgelegt sind, werden weiterhin eingehalten.

Es gibt derzeit keinen Hinweis, dass SARS-CoV-2 durch Blut übertragbar ist und eventuell durch unerkannt infizierte Personen auf Patientinnen oder Patienten übertragen wird.

Die Hygienestandards in Blutspendeeinrichtungen stellen sicher, dass für Spenderinnen und Spender kein erhöhtes Risiko für eine SARS-Cov-2-Ansteckung besteht.

Kontinuierliche Blutspenden sind wichtig für die Versorgung von Patientinnen und Patienten, denn insbesondere Blutbestandteile haben eine begrenzte Haltbarkeit und können nur eine gewisse Zeit gelagert werden. Blutplättchen (Thrombozyten) sind beispielsweise nur vier bis fünf Tage einsetzbar. Arzneimittel aus Blutspenden sind für viele Patientinnen und Patienten lebensnotwendig. Ein Großteil der Blutpräparate werden für die Behandlung von Krebskranken eingesetzt. Deshalb appelliert das PEI gemeinsam mit dem RKI, die angebotenen Blutspendetermine wahrzunehmen und einen Beitrag zur Sicherung der Patientenversorgung zu leisten. Eine Übersicht über Blutspendeeinrichtungen finden Sie über die Informationsseiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Personen, die bereit sind zu spenden, sollten sich bei den Spendediensten nach den aktuellen Spendeterminen und Spendevoraussetzungen erkundigen."

(Quellen: Robert-Koch-Institut, Paul-Ehrlich-Institut)

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Aufruf_Blutspende.html

https://www.pei.de/DE/newsroom/hp-meldungen/2020/200318-pei-rki-bzga-aufruf-blutspende.html;jsessionid=ACB5978BD6007626B09A115453AC6102.1_cid329

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Laura Pagel

DRK-Blutspendedienst NSTOB

Marketing Referentin

Kommentare

Ulrich Stienen

20.03.2020, 16:36 Uhr

Ich hatte mich gestern gemeldet und als Antwort erhalten: Mit 66 J. sei das nicht mehr erlaubt. Ich bin Nichtraucher, war in meinem ganzen Leben gesund, nehme keine Medikamente, bin schlank und fit, wandere, schwimme. Und nun diese bürokratische Antwort: das kann doch wohl nicht sein?

Es gibt eine gesetzliche Altersgrenze für Erstspender, daran hält sich das DRK. Das Einhalten von Gesetzen kann man gerne bürokratisch nennen. Blutspende werden jedes Jahr gebraucht und ab 18 Jahre kann man Erstspender werden, da habe Sie 47 Jahre verschlafen oder Sie wußte es einfach nicht. Aber Sie können bei ihren Mitmenschen für die Blutspende werben und so " indirekt" spenden. Ich mache im Mai meine 109. Spende. Bleiben Sie gesund und alles Gute.

Angie Walther

22.03.2020, 19:55 Uhr

Hallo liebes Team,
ich wollte Blutspenden gehen und darf dies nach den verschiedensten Regelungen auch. Es stellt sich mir aber nun die Frage, warum sind im Landkreis Bautzen alle Termine (trotz der Dringlichkeit wegen der aktuellen Lage und dem Aufruf weiterhin Blut zu spenden) abgesagt.
Liebe Grüße und bleiben Sie gesund!

Jobst Pieper

31.03.2020, 15:13 Uhr

Heute ist Blutspendetermin in Jena, besser gesagt er sollte sein. Am Spenderlokal angekommen sagte man mir "Heute ist keine, das DRK hat abgesagt."
Kein entsprechender Hinweis in der heutigen Tageszeitung bzw. in den letzten Tagen.
Ich finde das .... und mit mir kamen vier, fünf weitere Spender. Was soll das?


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