Tipps & Fragen
Fragen und Antworten zur Blutspende
Wichtigkeit der Blutspende
Alle sieben Sekunden braucht laut Statistik ein Mensch in Deutschland ein Blutpräparat und dabei spenden nur knapp 3% der Deutschen regelmäßig Blut. Am häufigsten benötigen Krebspatienten Spenderblut: Ein Leukämiepatient bekommt bis zu 14 Konserven pro Woche. Mit einer Blutspende können bis zu drei Patienten, die auf Blutpräparate angewiesen sind, lebenswichtige Hilfe erhalten.
Bei jeder Spende wird dein Blut in seine Hauptbestandteile zerlegt: rote Blutkörperchen (Erythrozyten), Blutplättchen (Thrombozyten) und Plasma. Diese verschiedenen Komponenten werden dann gezielt an Patienten weitergegeben, die genau diese Bestandteile zur Genesung brauchen. Deine Spende kann somit dreifach wirken und Menschen in unterschiedlichsten Situationen helfen. Hier gibt es noch mehr Informationen dazu.
Die DRK-Blutspendedienste in Deutschland benötigen jeden Tag ca. 15.000 Spendewillige, um ihren Versorgungsauftrag erfüllen zu können. Allein in Niedersachsen sind dies 2.300 Blutspenden!
Deutschlandweit werden pro Jahr mehr als 42.000 Spendetermine organisiert, das ergibt ca. 3 Mio. Vollblutspenden – weltweit sind es jährlich sogar 107 Mio. Blutspenden. Da wir versuchen, die Blutspendetermine immer möglichst nah vor die Haustür unserer Spenderinnen und Spender zu bringen, legen unsere Entnahmeteams dabei pro Jahr um die 2,5 Mio. Kilometer zurück
Es gibt immer wieder saisonale Engpässe z. B. im Mai (Feiertage) und im Sommer (temperaturabhängig und Urlaubszeit). Blutprodukte können durch ihre kurze Haltbarkeit nicht auf Vorrat hergestellt werden – daher können verstärkte Nachfragen der Kliniken schnell zu Engpässen führen.
Es gibt immer wieder saisonale Engpässe z. B. im Mai (Feiertage) und im Sommer (temperaturabhängig). Blutprodukte können durch ihre kurzen Haltbarkeiten nicht auf Vorrat hergestellt werden – daher können verstärkte Nachfragen der Kliniken schnell zu Engpässen führen.
In den Sommermonaten sinkt die Zahl der Blutspenden, da sich viele Menschen draußen aufhalten, Spendepausen nach Auslandsaufenthalten haben und ungern bei Hitze spenden. Gleichzeitig bleibt der Bedarf der Krankenhäuser allerdings gleich. Zusätzlich können durch die begrenzten Haltbarkeiten nicht alle Blutpräparate gelagert werden. Dadurch kann es im Sommer immer wieder zu Engpässen in der Blutversorgung kommen.
| Ja, es gibt bestimmte Bedürfnisse und Präferenzen bei Blutgruppen, da nicht alle Blutgruppen gleichmäßig in der Bevölkerung vorkommen. Bei einer Übertragung von Blut eines Menschen auf einen anderen (Bluttransfusion) muss die Verträglichkeit von Spender- und Empfängerblut gegeben sein. Daher sind alle Blutgruppen wichtig, um eine möglichst hohe Kompatibilität bei der Bluttransfusion zu erreichen. |
Gesundheitsfragen
Erkältungen müssen 14 Tage abgeklungen sein, fieberhafte Infekte mindestens 4 Wochen, bevor du wieder zur Blutspende zugelassen werden kannst. Die letzte Entscheidung trifft immer der Teamarzt vor Ort. Zur genaueren Abstimmung nimm bitte Kontakt mit uns auf.
Solltest du nach deiner Spende erfahren, dass du dich mit irgendeinem Virus infiziert hast oder eine bakterielle Erkrankung hast, dann melde dich bitte unverzüglich bei uns an der kostenlosen Service-Hotline unter 0800 11 949 11 oder unter info@bsd-nstob.de auf. Halte bitte deine Spendernummer bereit.
| Ob du nach einer Impfung zur Blutspende gehen kannst, hängt im Wesentlichen von der Art der Impfung ab. Es gibt Impfungen, bei denen am Folgetag wieder Blut gespendet werden darf (z.B. Grippeschutz, Herpes Zoster Shingrix, Hepatitis A, Tetanus oder FMSE). Einige Impfungen erfordern eine längere Wartezeit wie bspw. 4 Wochen (z.B. allgemein Lebendimpfstoffe, Hepatitis B, Kombination Hepatitis A/B oder Masern/Mumps/Röteln). Um ganz sicher zu gehen, nimm bitte uns Kontakt auf. |
Diabetiker mit Tabletteneinnahme dürfen spenden, als insulinpflichtiger Diabetiker ist man aus Gründen des Spenderschutzes ausgeschlossen. Hierbei geht es um den Insulinspiegel im Körper.
| Nein. Eine Übertragbarkeit des Coronavirus (SARS-CoV-2) über das Blut ist nicht bekannt. Das Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, hat im Verbund mit drei Instituten für Virologie die Labordaten von SARS-CoV-2-Infizierten ausgewertet. Im Blut asymptomatischer Patienten wie auch bei Patienten mit weniger ausgeprägten Symptomen konnte kein SARS-CoV-2-Genom nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse zeigen, dass eine Übertragung von SARS-CoV-2 durch die Bluttransfusionen nicht zu erwarten ist. Auch bei anderen Erregern respiratorischer Infektionen, insbesondere Influenza, gibt es keine Hinweise auf Infektionen durch eine Transfusion. Daher ist eine Testung des Blutes von der zuständigen Bundesbehörde nicht vorgesehen. |
Voraussetzungen für die Blutspende
| Du möchtest zum ersten Mail Blut spenden? Toll! Alle Infos zu deiner ersten Blutspende haben wir hier für dich gesammelt. |
| Grundsätzlich darf jeder gesunde Mensch ab einem Alter von 18 Jahren (geschäftsfähig), der mindestens 50 Kilogramm wiegt beim DRK zur Blutspende gehen. Zum Schutz des Empfängers, wie auch zu seinem eigenen Schutz darf man z.B. kein Blut spenden, wenn man dem Risiko für übertragbare Infektionen wie HBV, HCV oder HIV ausgesetzt ist oder von Ihnen betroffen ist. Das trifft auch für Angehörige zu, die im gleichen Haushalt leben. Nach größeren Operationen, Tätowierungen, Piercings, Ohrlochstechen etc. ist eine Blutspende nach einem Mindestabstand von vier Monaten wieder möglich. Wichtig ist die Entscheidung des Arztes vor Ort, der nach Prüfung der Spendertauglichkeit festlegt, ob ein Spender zur Blutspende zugelassen wird, vorübergehend zurückgestellt oder sogar dauerhaft ausgeschlossen werden muss. In unserem Spende-Check kannst du vorab prüfen, ob du voraussichtlich aktuell Blut spenden kannst. |
| Die maximal zulässige Anzahl von Blutspenden innerhalb von 12 Monaten beträgt bei Frauen vier Spenden, bei Männern sechs Spenden. Gleichzeitig beträgt der Mindestabstand zwischen zwei Vollblutspenden 56 Tage (8 Wochen). Hier darf keine Ausnahme gemacht werden - alle blutspendeabnehmenden Organisationen unterliegen Auflagen, die vom Paul-Ehrlich-Institut und der Bundesärztekammer vorgegeben sind. Bei der Blutspende gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen, die genetisch bedingt sind. Männer haben von Natur aus ein größeres Blutvolumen und einen höheren Hämoglobinwert (HB) im Vergleich zu Frauen. Aufgrund dieser Unterschiede dürfen Männer bis zu sechsmal in zwölf Monaten Blut spenden, während Frauen bis zu viermal im gleichen Zeitraum Blut spenden können. Diese Regelung hilft sicherzustellen, dass die Spendergesundheit erhalten bleibt. Der menschliche Körper benötigt Zeit, um die gespendeten Blutbestandteile zu ersetzen und das Gleichgewicht wiederherzustellen. Das höhere Blutvolumen und die höheren HB-Werte bei Männern ermöglichen es ihnen, häufiger zu spenden, ohne ihre Gesundheit zu gefährden. |
| Um herauszufinden, ob du spendefähig bist, kannst du unseren Spende-Check machen. |
| Nein, du musst deine Blutgruppe im Vorfeld nicht kennen, um Blut zu spenden. Wir ermitteln deine Blutgruppe und vermerken sie im digitale Blutspendeausweis, diesen kannst du ganz einfach im digitalen Spenderservice einsehen. |
| Grundsätzlich darf jeder gesunde Mensch ab einem Alter von 18 Jahren (geschäftsfähig). Blut spenden. Die Zulassung von Spenderinnen oder Spendern entscheidet die Ärztin oder der Arzt vor Ort, nach Prüfung der Spendetauglichkeit durch Anamnese und Untersuchung. |
| Ja, für die Spenderaufnahme benötigen wir einen gültigen amtlichen Lichtbildausweis. In Deutschland ist dabei nur der Personalausweis und/oder der Reisepass zulässig. Ein Führerschein zählt nach behördlichen Vorgaben nicht dazu. Der gültige amtliche Lichtbildausweis ist erforderlich, damit zweifelsfrei die Identität der Blutspenderin und des Blutspenders festgestellt werden kann, da zum Schutz der Spendeempfänger die Identität des Blutspendenden zu jeder Zeit nachvollziehbar sein muss. Der gültige Lichtbildausweis muss auch dann vorgelegt werden, wenn man mit der Person an der Aufnahme persönlich bekannt ist. Alle Spenderdaten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und den Bestimmungen des Datenschutzes. |
| Du brauchst vorab keinen separaten Arzttermin, um prüfen zu lassen, ob du Blut spenden darfst – alle notwendigen Untersuchungen führen wir direkt vor Ort durch. Normalerweise musst du auch keine Unterlagen von vorherigen Arztbesuchen mitbringen. Vor der eigentlichen Spende nehmen wir kleine Blutmengen in Kontrollröhrchen ab, die später in unseren Laboren getestet werden. Deine Gesundheit steht bei uns im Vordergrund, und wir kümmern uns um alles, damit du sicher und unkompliziert spenden kannst. |
| Die Zulassungskriterien zur Blutspende sind im Transfusionsgesetz festgelegt und für uns als Blutspendedienst bindend. Neben anderen Kriterien spielt auch das Sexualverhalten eine Rolle, da es mit einem erhöhten Infektionsrisiko verbunden sein kann. Frische Infektionen können bei der Bluttestung nicht erkannt werden, daher gilt eine Wartezeit nach einem Infektionsrisiko. Eine Rückstellung erfolgt, wenn Sexualkontakt zu einer Person besteht, die im Ausland (außer Westeuropa und USA) geboren ist oder mehr als 6 Monate dort gelebt hat. Lebt der Sexualpartner länger als 4 Monate in Deutschland und der Kontakt besteht entsprechend lange, kann die Zulassung zur Spende möglich sein. |
| Nein, während der Schwangerschaft kannst du kein Blut spenden. Eine Blutspende ist erst sechs Monate nach der Entbindung wieder möglich unter der Voraussetzung, dass bereits abgestillt wurde. |
| Bitte beachte, dass es bei einigen Reiseländern zu Sperrfristen bis zur nächsten Blutspende kommen kann. Die Dauer variiert je nach Reiseziel, Aufenthaltsdauer und Reisezeitraum. Von vier Wochen bis hin zu sechs Monaten kann die Wartezeit andauern. Aber warum eigentlich? In deinem Urlaubsziel könntest du Krankheitserregern wie dem Zika-Virus, Chikungunya-Virus oder Malaria ausgesetzt sein – oft ohne, dass du es merkst. Diese Infektionen können mehrere Wochen unentdeckt im Blut schlummern. Unsere oberste Priorität ist die Sicherheit der Blutprodukte. Eine Blutspende direkt nach einer Reise kann das Risiko erhöhen, dass Krankheitserreger auf den Empfänger übertragen werden. Die meisten Patientinnen und Patienten, die Blutkonserven benötigen, haben bereits ein geschwächtes Immunsystem und sollen keinem zusätzlichen Risiko ausgesetzt werden. |
| Ja, dein Assistenzhund darf mitgebracht werden. |
| Ja, der Arzt wird mit dir ggf. den Fragebogen gemeinsam ausfüllen, sag einfach kurz beim Check-In Bescheid und wir werden mit dir den Ablauf durchgehen. |
| Flüchtlinge oder auch Expats können beim DRK Blut spenden, sofern sie - nicht aus einem Gebiet kommen, welches sie vorrübergehend von einer Spende ausschließt (z. B. Malaria-Gebiet) - die Spendertauglichkeitskriterien erfüllen - über ein amtliches Ausweisdokument mit Lichtbild verfügen - einen festen Wohnsitz in Deutschland haben - sowie über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse verfügen. Diese sind nötig, um den Spenderbogen sowie das Arztgespräch selbstständig bewältigen zu können. Ein Dolmetscher ist nicht erlaubt, da das Arztgespräch unter vier Augen stattfinden muss und die Vertraulichkeit andernfalls nicht mehr gegeben wäre. |
Terminreservierung
| Unsere kostenlose Service-Hotline ist von Montag bis Freitag unter 0800 11 949 11 erreichbar. |
| Deinen Termin kannst du dir ganz einfach online reservieren. |
| Mit einer Terminreservierung wird die Wartezeit an der Anmeldung verkürzt. Außerdem ermöglicht sie uns eine bessere Planung. |
| Der Termin kann ganz einfach über unseren digitalen Spenderservice gebucht werden. Du suchst dir deinen Ort, den Tag und die gewünschte Uhrzeit zur Spende aus. Ist dein Slot noch frei, kannst du dir jetzt diesen Termin reservieren. |
| Ja, du kannst nach wie vor auch ohne eine Terminreservierung zu uns kommen und Blut spenden, jedoch musst du mit Wartezeiten rechnen. |
| Eine Terminreservierung ist bei nahezu allen angebotenen Terminen möglich. So kannst du deinen Termin reservieren: über die Online-Termin Suche über den QR-Code bzw. Link in deiner Einladung über die Blutspende-App |
| Spenderinnen und Spender mit Reservierung haben bei der Anmeldung Vorrang. Du darfst direkt nach vorne gehen und Bescheid sagen, dass ein Termin reserviert wurde. So werden Wartezeiten vor der Blutspende vermieden. Danach gehen alle gemeinsam in gewohnter Reihenfolge durch den restlichen Ablauf. |
| Deinen Termin kannst du ganz einfach über den Link in der Reservierungs-E-Mail absagen, du kannst dich aber auch in den digitalen Spenderservice einloggen und dort unter Terminreservierungen deinen Termin absagen. |
Digitaler Spenderservice
| Der digitale Spenderservice ist eine Service-Plattform für Blutspenderinnen und Blutspender des Roten Kreuzes in ganz Deutschland. Die Plattform ist entweder als Web-Anwendung über den PC erreichbar oder mobil über unsere Blutspende-App. |
| Ja, den digitalen Spenderservice kannst du zum Teil auch als Neuspender nutzen. Beispielsweise kannst du die Terminsuche nutzen oder das Forum anschauen. Für alle Funktionen benötigst du jedoch eine Spendernummer, die dir erst nach deiner ersten Blutspende postalisch zugesandt wird. |
| Bis deine Spende in deinem Account angezeigt wird, werden ca. 72 Stunden vergehen. Wird deine geleistete Spende nach 72 Stunden oder mehr immer noch nicht angezeigt, dann melde dich gerne bei uns. |
| Wenn sich dein Wohnort geändert hat, dann teile uns dies bitte über unser Kontaktformular mit https://www.blutspende-leben.de/kontakt oder ändere deine Daten eigenständig im digitalen Spenderservice. |
| Die Umstellung ist ganz einfach. Zunächst loggst du dich in den digitalen Spenderservice ein. In der Webansicht kannst du auf der Startseite nun etwas nach unten wandern und dort unter „Meine Daten“ auf E-Mail-Einladungen umstellen. In der App wechselst du über die „Einstellungen“ zu „Meine Spendeorte“ und kannst dort einfach die Umstellung vornehmen. |
| In deinem Account werden dir deine Blutspenden aus den Bundesländern Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern angezeigt. Solltest du in einem anderen Bundesland bereits Blut gespendet haben, dann informiere uns gerne telefonisch und wir ergänzen diese Spende in deinem Account. Automatisch können wir diese Daten nicht mit anderen Blutspendediensten austauschen, da es sich um sensible Gesundheitsdaten handelt, die einer besonderen Sicherheit und Vertraulichkeit unterliegen. |
| Da es sich um sensible Gesundheitsdaten handelt, benötigen wir eine eindeutige Zuordnung zwischen Spendernummer und Mail-Adresse, dafür darf auch keine Dopplung der Mail-Adressen vorliegen. |
Ablauf einer Blutspende
| Eine Blutspende besteht aus sieben Schritten. Welche genau das sind, erfährst du hier: |
| Du brauchst nur deinen amtlichen Lichtbildausweis (Personalausweis/Reisepass) und gute Laune mitbringen. Falls du schon einmal Blut spenden warst, dann bring bitte auch deinen Blutspendeausweis mit – analog oder digital. |
| Falls du dir unsicher bist, ob dein Blut aufgrund eines möglichen Infektionsrisikos weitergegeben werden sollte, bieten wir dir hier die Möglichkeit, anonym zu entscheiden, ob deine Blutspende genutzt wird oder nicht. Auch wenn du dich gegen eine Verwendung entscheidest, wird dein Blutspendeprozess komplett durchgeführt und dein Blut wird untersucht. Somit kannst du weiterhin einen wichtigen Beitrag leisten, ohne dir Sorgen machen zu müssen. Deine Sicherheit und die der Patienten hat für uns oberste Priorität. |
| Die reine Blutspende dauert nur 5 bis max. 15 Minuten, allerdings sollte für den gesamten Ablauf etwa eine Stunde Zeit eingeplant werden. |
| Ein Teammitglied vom DRK Blutspendedienst misst deinen Hämoglobin-Wert und die Temperatur. Der Arzt ergänzt danach den Blutdruck und Puls. Außerdem besprichst du mit dem Arzt deinen ausgefüllten Spendebogen. Ist alles in Ordnung, steht einer Blutspende nichts mehr im Weg. |
| Auf dem Blutspendetermin füllt jeder Spendewillige einen Fragebogen zu seinem Gesundheitszustand und seinen (sofern gegeben) Vorerkrankungen aus. Ein Arzt vor Ort klärt dann im persönlichen Gespräch auf Basis dieser Angaben, ob der- oder diejenige zur Blutspende zugelassen werden kann. Dabei geht es nicht nur um ggf. vorhandene Erkrankungen, sondern bspw. auch deine Lebensweise oder auch wo/wann du als letztes im Urlaub warst. Wir haben in Deutschland aufgrund dieser strengen Richtlinien (Richtlinie Hämotherapie, Gesamtnovelle 2017) die sichersten Blutprodukte der Welt. |
| Ja, das liegt daran, dass unsere speziellen Entnahmebeutel genau auf diese Menge ausgelegt sind. Durch diese standardisierte Menge können wir sicherstellen, dass die Blutpräparate von höchster Qualität sind und gleichzeitig die Gesundheit unserer Spender nicht beeinträchtigt wird. Aus medizinischer Sicht wird diese Menge gut vertragen und der Blutverlust kann gesunden Menschen schnell wieder ausgeglichen werden. Bei unseren Terminen platzieren wir die Beutel auf einer Blutmischwaage, die das Gewicht in Gramm anzeigt. Da Blut jedoch in seiner Zusammensetzung variiert und schwerer als Wasser ist, siehst du auf der Anzeige meist einen Wert um die 530 Gramm. Dieser Wert berücksichtigt die natürliche Dichte und das spezifische Gewicht des Blutes. Dank dieser präzisen Messung und Sorgfalt können wir effiziente und sichere Blutspenden gewährleisten. |
Aufwandsentschädigung
| Blut- und Gewebespenden sollen zur Sicherheit von Spendern und Empfängern unentgeltlich und freiwillig sein – so wie in der SoHo-Verordnung (eine EU-Vorgabe zur Qualitätssicherung von Blutspenden) festgelegt. Die Gesundheit der Spender und Empfänger darf nicht durch finanzielle Anreize gefährdet werden. Das bedeutet, ein finanzieller Anreiz soll nicht zu falschen, die Gesundheit gefährdenden Aussagen motivieren. Bei einem finanziellen Anreiz kann man nicht ausschließen, dass in einzelnen Fällen Kontraindikationen, die zu einem temporären oder dauerhaften Ausschluss von der Blutspende führen, übergangen werden. Dies dient vor allem der Spender- und Empfängersicherheit. Bundesweit werden täglich Tausende Vollblutspenden benötigt – diese Menge kann nur erreicht werden, wenn die Spendemöglichkeiten räumlich und zeitlich in unmittelbarer Nähe der Spender (vor der Haustür) angeboten werden. Das heißt, der Aufwand für eine Blutspende muss gering sein – ein niederschwelliger Zugang ist notwendig. Eine Plasmaspende kann dagegen nur in speziellen Spendezentren erfolgen und ist mit einem erheblichen Aufwand verbunden – Anfahrt und Spendedauer von bis zu einer Stunde. In diesem Fall wird der Aufwand der Spenderinnen und Spender entschädigt. |
Nach der Blutspende
| Ganz wichtig: Trinke reichlich Wasser nach der Blutspende, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Ein kleiner Snack und etwa zehn Minuten unter Aufsicht ruhen wirken Wunder für deine Erholung. Am Spendetag solltest du auf anstrengende Dinge wie Fitnessstudio oder Sauna verzichten. Falls du mit dem Auto oder Motorrad zur Spende gekommen bist, gönne dir mindestens 30 Minuten Pause, bevor du wieder losfährst. Für Berufe mit höherem Risiko, wie z.B. im Personenverkehr, gibt es längere Wartezeiten. Raucher sollten unmittelbar nach der Spende auf eine Zigarette verzichten, da Nikotin den Kreislauf beeinträchtigen kann. |
| Jede Blutspende wird in den hochmodernen Laboren des DRK-Blutspendedienstes vor der Weiterverarbeitung auf Infektions- und Geschlechtskrankheiten untersucht. Abgegebene Blutspenden werden nicht 1:1 transfundiert, sondern jeder Patient bekommt das Präparat, welches er benötigt. Dazu werden Vollblutspenden in den DRK-Instituten Springe und Dessau in ihre Bestandteile aufgetrennt – es entstehen drei Präparate: rote Blutkörperchen (Erythrozyten), Blutplättchen (Thrombozyten) und Blutplasma. |
| Zu den umfassenden Laboruntersuchungen gehören: • Tests zur Erkennung von virusbedingten Leberentzündungen wie Hepatitis B, C und E • Tests zur Erkennung einer möglichen HIV-Infektion • Syphilis-Tests zur Erkennung von Antikörpern gegen den Erreger dieser Geschlechtskrankheit • Blutgruppenbestimmung und Tests auf Antikörper, die gegen körperfremde Blutzellen gerichtet sind und bei Bluttransfusionen gefährliche Zwischenfälle verursachen können • Ggf. Test auf Antikörper gegen Malaria |
| Jede Blutspende wird in den hochmodernen Laboren des DRK-Blutspendedienstes NSTOB auf Infektions- und Geschlechtskrankheiten untersucht, bevor sie weiterverarbeitet wird. Dies gewährleistet die höchste Sicherheit für Empfänger von Bluttransfusionen. Dank dieser sorgfältigen Tests waren Blutprodukte in Deutschland noch nie so sicher wie heute. |
| Einige Tage nach deiner ersten Blutspende erhältst du Post von uns mit deiner persönlichen Spendernummer. Mit dieser kannst du dich in unserem digitalen Spenderservice anmelden und sofort deine Blutgruppe sowie den nächsten möglichen Blutspendetermin einsehen. Sollten bei der Untersuchung deines Blutes Auffälligkeiten festgestellt werden, informieren wir dich selbstverständlich umgehend postalisch. |
| Sobald du deine Spendernummer zugeschickt bekommen hast, kannst du dich im digitalen Spenderservice registrieren. Dort kannst du direkt deinen digitalen Blutspendeausweis aktivieren und einsehen. |
| Bei veralteten oder fehlerhaften persönlichen Angaben wende dich gerne an uns und nutze unser Kontaktformular. Deine Daten werden dann korrigiert. |
| Ja, du darfst 6 Monate nach einem Kurzaufenthalt (z.B. Urlaub) in einem Malaria-Risikogebiet wieder Blut spenden - vorausgesetzt, dein Aufenthalt war nicht länger als 6 Monate, du bist gesund und nach deinem Aufenthalt wurde keine Malaria-Infektion festgestellt. Wenn du dich länger als 6 Monate in einem Malaria-Risikogebiet aufgehalten hast, dort geboren oder aufgewachsen bist und dein letzter Aufenthalt im Malaria-Endemiegebiet insgesamt 3 Jahre zurückliegt, ist eine Blutspende unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Voraussetzung ist, dass durch eine gezielte Anamnese und körperliche Untersuchung beim Blutspendetermin sowie durch einen anschließenden Malaria-Antikörper-Test eindeutig keine Anhaltspunkte für eine Infektiosität festgestellt werden können. Da wir diesen Test aber nur einmal pro Monat durchführen, kann ein Ergebnis bis zu 6 Wochen dauern. |
Spendefähigkeit vor der Blutspende prüfen
Bevor du zur Blutspende gehst, mach unseren Spende-Check gleich online und finde heraus, ob du aktuell Blut spenden kannst.
Tipps für Blutspender
Hier findest du allgemeine Tipps, wie du dich fit für die Blutspende machen kannst.