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YouTuberin Hannah schaut sich an, wie eine Blutspende weiterverarbeitet wird.

Was passiert nach der Spende mit dem Blut?

12.03.2021
Laura Pagel

Bevor deine Blutspende einem Patienten helfen kann, muss eine ganze Menge passieren. Viele Arbeitsschritte und viele engagierte Mitarbeiter sind nötig, damit deine Spende schnellstmöglich eingesetzt und einem schwer kranken Patienten helfen kann. Hierbei zählt jede Minute. Deshalb werden die Blutkonserven nach der Spende schnellstmöglich in die Institute der Blutspendedienste gebracht, wo wir noch in der Nacht damit beginnen sie zu testen und weiterzuverarbeiten. Einige Blutpräparate können so schon nach wenigen Stunden bei einer Patientin oder einem Patienten sein. 

1. Transport der Blutspende zum Blutspendedienst

Nach der Blutspende wird das Blut in ein Institut des DRK-Blutspendedienstes zur Weiterverarbeitung gebracht.

2. Testung im Labor

In unseren Laboren wird das Blut auf bestimmte Krankheitserreger untersucht. Mittels Antikörpersuchtests und Testverfahren zum direkten Nachweis von Viren (PCR) wird ermittelt, ob Hepatitis-​C-Viren oder Hepatitis-​B-Antikörper oder Antigene (Erreger entzündlicher Lebererkrankungen) oder Erreger der Immunschwächeerkrankung AIDS im Blut vorhanden sind. Außerdem testen wir auf die Antikörper der Geschlechtskrankheit Syphilis. Diese Tests werden unter höchsten Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt und die Ergebnisse werden streng vertraulich behandelt.

3. Auftrennung und Verarbeitung

Einmal Blut spenden – bis zu drei Menschen helfen! Warum? In der modernen Medizin wird das Blut aus einer Blutspende nicht in seinem natürlichen Zustand verabreicht, sondern zuvor durch Zentrifugation in seine drei wesentlichen Bestandteile aufgetrennt.

Es entstehen:

  • Erythrozytenkonzentrate
  • Thrombozytenkonzentrate
  • Plasmapräparate.
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Es gibt mehrere Spendearten: Plasma, Blut und Thrombozyten

Die erkrankte Person bekommt somit immer nur den Teil des Blutes, den sie für den Heilungsprozess benötigt. 

4. Versorgung

Die fertigen Blutpräparate werden je nach Bedarf und Anforderung an Krankenhäuser und Arztpraxen geliefert. Dort werden sie zum Beispiel als Notfalltransfusionen bei Operationen oder Transfusionen bei chronischen Erkrankungen eingesetzt.

YouTuberin @KleinaberHannah hat sich im Rahmen unserer Kampagne #kleinaberheldenhaft den ganzen Prozess angeschaut.

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AUTOR

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Referentin für Content-Marketing
Laura Pagel

DRK-Blutspendedienst NSTOB

Marketing Referentin

Kommentare

Bärbel Sorgel

26.03.2021, 12:34 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
mich interessiert vor allem die Frage, warum die positive Wirkung der Blutspende, insbesondere auch für den Spender selbst, leider kaum öffentlich präsent ist. Aus meiner persönlichen Erfahrung als Mehrfachspender versuche ich, Überzeugungsarbeit hinsichtlich der therapeutischen und präventiven Wirkung des regelmäßigen Spendens zu leisten. So bin ich selbst davon überzeugt, dass regelmäßiges Spenden mit einem Update für die Abwehrfähigkeit und das Immunsystem des Spenders vergleichbar ist. Weiterhin ist eine dauerhafte Senkung des Blutdrucks langfristig möglich, sodass bei einer Veranlagung zur Hypertonie unter Beachtung und Prüfung der gesundheitlichen Voraussetzungen ein chronischer Bluthochdruck weitestgehend eingedämmt werden kann. Nicht zuletzt - bleibt natürlich das gute Gefühl, einen Beitrag für die Allgemeinheit leisten zu können, den jeder gesunde Mensch geben könnte. Damit ist auch ein psychologisch wertvoller Effekt gegeben, der auch noch das Vertrauen beim Spender in eine anhaltende und gestärkte Gesunderhaltung schafft und dem Empfänger Verlässlichkeit gibt, wenn im Notfall durch ausreichend vorhandene Blutspenden Leben gerettet werden kann! Ich würde mir hier einfach mehr Öffentlichkeitsarbeit wünschen! Für die sehr gute Betreuung durch die Spendendienste möchte ich an dieser Stelle einmal ganz besonders herzlich bedanken. Ich fühlte mich bisher bei jeder Spende sehr gut aufgehoben und super betreut!

Mit freundlichen Grüßen

Bärbel Sorgel

Hadi Alsheikh

02.04.2021, 11:31 Uhr

Vielen Dank! Ich stimme Ihnen 100% zu.
Ich auch, fühlt mich bei jeder Spende sehr gut aufgehoben und super betreut!
Ich kann das eigentlich nur weiterempfehlen.
Und wie Sie geschrieben haben, wünsche ich mir mehr Öffentlichkeitsarbeit nicht nur auf Deutsch, sondern auf verschiedenen Sprachen. Ich kenne viele, die bereit sind, regelmäßig Blutspenden zu gehen, aber leider fehlt ihnen der Mut, wegen der Sprache. Von daher würde ich mich darüber freuen, wenn ich die Kampagne fürs Blutspenden auf Arabisch, Türkisch, Russisch, und und zu sehen!

Bleiben Sie alle gesund!
Viele Grüße

Mich ärgert, dass das Blut, was kostenlos gespendet wird, teuer verkauft wird. So teuer, dass manches Krankenhaus auf kostengünstigere Konserven z.Bsp. aus den USA zurückgreifen muss. Mich ärgert, dass beim DRK so viele ehrenamtliche Mitarbeiter ihren Dienst tun, die Bosse aber in den oberen Etagen des DRK über 100.000 Euro im Jahr "verdienen"...

Lieber Gerd, bevor die Blutspenden bei Patientinnen und Patienten eingesetzt werden können, wird das Blut aufwändig weiterverarbeitet und getestet. Die Kosten, die für die Organisation und Durchführung der Spendetermine, die Weiterverarbeitung und Testung, Logistik, Personal, Laborgeräte und Werbung anfallen, müssen wir den Kliniken in Rechnung stellen. Die Präparate werden aber nur kostendeckend an Praxen und Kliniken weitergegeben. Durch dieses Prinzip schaffen wir es, dass die Preise für Blutprodukte in Deutschland bis zu 50 Prozent unter europäischem Niveau liegen. Im Rahmen des Versorgungsauftrags tragen die DRK-Blutspendedienste eine sehr große Verantwortung. Bitte hab Verständnis dafür, dass die Mitarbeitenden mit sehr großer Verantwortung auch bei uns angemessen vergütet werden müssen.

Carsten Kröger

25.04.2021, 10:40 Uhr

Leider hat gestern bei der Blutspende der beaufsichtigende Arzt dass Blutspendezentrum erst mit grosser Verspätung erreicht, da sein Navi defekt war. Das hat einige Spender gekostet, die leider ohne Spende abgereist sind. Warum hat das stets freundliche Spenderteam vor Ort keine Telefonnummer von dem Arzt der vor Ort sein soll? Da fallen Blutspenden dem Datenschutz zum Opfer.... Das ist ganz schlecht....


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