Institut Bremen-Oldenburg, Standort Oldenburg

Entwicklung des Standorts Oldenburg

Im Jahr 1990 wurde der Neubau des Instituts an der Brandenburger Strasse in Oldenburg abgeschlossen und der Betrieb in allen Servicebereichen aufgenommen. Die 24/7-Versorgung in der Patientendiagnostik beinhaltet eine detaillierte serologische Aufarbeitung von Blutproben zu Blutgruppenantigenen und ggf. vorhandenen irregulären erythrozytären Antikörpern, die bei Transfusionen zu beachten sind.

DRK-Blutspendedienst NSTOB

Institut Bremen-Oldenburg, Standort Oldenburg

Brandenburger Straße 21
26133 Oldenburg

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Institut Oldenburg

Arbeitsbereiche

Antikörpertests

In komplexeren Fällen oder auch nach Vortransfusion kann mit molekulargenetischen Methoden die Histokompatibilität eindeutig bestimmt werden, so dass Patienten, bezüglich ihrer Antigene korrekt typisiert und passende Blutkonzentrate ausgewählt werden können. Zusammen mit der Nutzung von vortypisierte Spenderkonzentraten ist heute eine sichere und schnellere Versorgung von Patienten – auch bei Vorhandensein von mehreren Antikörpern – möglich. Falls erforderlich, werden kurzfristig auch veredelte, spezielle Konzentrate, z. B. bestrahlt oder Anti-CMV-negativ getestet, zur Verfügung gestellt.

Cytapherese

Ein weiterer Arbeitsbereich ist die Cytapherese, in der Blutplättchenkonzentrate, Blutstammzellkonzentrate, und Lymphozytenkonzentrate (DLI) als wichtige Arzneimittel hergestellt werden. Dabei werden Blutzellen mit einer Sammelmaschine aus dem Blutkreislauf gewonnen. Die Anteile, die nicht für das Präparat benötigt werden, können den Spendern oder Patienten direkt zurückgegeben werden. Die daraus entstandenen Blutstammzell- und Lymphozytenkonzentrate dienen insbesondere als Ausgangsmaterial für eine Knochenmarktransplantationen und zur immunologischen Behandlung.

Stammzelllabor

Während Thrombozyten nur eine kurze Haltbarkeit von vier Tagen besitzen und dafür frisch abgegeben werden, können Blutstammzellen oder DLI auch bei -140°C unter flüssigem Stickstoff tiefgefroren und langzeitgelagert werden. Die Vorbereitung, Untersuchung und Nachbereitung dieser langzeitgelagerten Produkte übernimmt das Stammzelllabor. Da viele Therapien der Leukämiebehandlung heutzutage über viele Wochen und Monate ablaufen, ist mit diesem Verfahren die gezielte Versorgung über den gesamten Abschnitt möglich und die Qualität dieser Produkte über mehrere Jahre gesichert.

Forschung & Entwicklung

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Labordiagnostik

Unterstützt werden alle diese Arbeitsbereiche durch den Bereich Forschung und Entwicklung, der mit modernsten Methoden an wesentlichen transfusionsmedizinischen Projekten arbeitet. Die Abteilung Forschung und Entwicklung ist über die Region hinaus auch national als Referenzzentrum für die Untersuchung von  Blutgruppenmerkmalen bekannt. Hier wurden in den vergangenen Jahren innovative Projekte durchgeführt und auf nationalen und internationalen Kongressen vorgestellt. Drei Beispiele seien stellvertretend genannt:  Die Identifizierung von über 40 neuen Blutgruppensequenzen, die non-invasive Diagnostik von Blutgruppen ungeborener Kinder oder ein quantitativ-diagnostisches Rückverfolgungsverfahren für Thrombozyten in vivo.